Aus der Geschichte der Vereinigung Alter Waffenstudenten im Tegernseer Tal

Waffenstudenten im Tegernseer Tal gab es seit jeher. Mit der Säkularisation der alten Benediktinerabtei setzt das profane bürgerliche Leben im Tegernseer Tal ein. Damit finden wir im Tal bald Waffenstudenten in allen akademischen Berufen.

 

So beginnt mit dem Corpsstudenten Dr. Rosenmerkel als erstem Badearzt in Kreuth im Jahre 1823 eine große Tradition von Ärzten im Tegernseer Tal. Zu den bekannteren zählen die Münchner Corpsstudenten Dr. Heinrich May, durch Herzog Karl Theodor 1875 nach Kreuth vepflichtet und Dr. Alois Reinhard, Landarzt in Tegernsee und zusammen mit der Königinwitwe Caroline Initiatorin des Tegernseer Krankenhauses.

 

Wohl bekanntester Waffenstudent im Tegernseer Tal war der Schriftsteller Ludwig Thoma, Corps Suevia Muenchen. Thomas enger Freund, der Schriftsteller Ludwig Ganghofer trug das Band der Burschenschaft Rheno-Marchia Münster. Ebenso war Dr. Heinrich von Merck, Mitbegründer des germanischen Nationalmuseums in Nürnberg, Burschenschafter. Er brachte die Eisenbahn in das Tegernseer Tal. Ein weiterer Burschenschafter. Dr. Walter Königsdorfer, zeichnete als Landrat über lange Jahre für die Geschicke des Tegernseer Tals mitverantwortlich.

 

Eine wirkliche Besonderheit ist die seit 115 Jahren bestehende Patenschaft des Münchner Corps Vitruvia mit dem Gebirgstrachtenerhaltungsverein "Die Wallberger". Es ist jedes Jahr bei der Gedenkmesse auf dem Wallberg und beim Wallberger Trachtenfest ein ebenso ungewohntes wie großartiges Bild, die bunten Studentenmützen zwischen den grünen Wallbergerhüten leuchten zu sehen.

 

Die Waffenstudenten am Tegernsee haben also Geschichte und es obliegt uns, die guten Traditionen zu wahren und zu pflegen.